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Staatsehrenpreis an Weingut Edling verliehen

11.10.2017

Staatsehrenpreis an Weingut Edling verliehen

Hessische Landesregierung zeichnet sechs Betriebe mit Staatsehrenpreis aus

Landwirtschaftsministerin Priska Hinz präsentiert in Roßdorf Sieger der Landeswein- und Sektprämierung. Hier von links: Rheingau-Weinkönigin Tatjana Schmidt, Ministerin Priska Hinz sowie Lisa und Werner Edling (Preisträger und Gastgeber). Foto: Karl-Heinz Bärtl

Von Reiner Trabold

ROSSDORF - Elf Rheingauer Weingüter sind für ihre Spitzenweine und -sekte ausgezeichnet worden: Das Ergebnis der Landeswein- und Sektprämierung gab die hessische Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Priska Hinz am Dienstag in Roßdorf (Landkreis Darmstadt-Dieburg) bekannt. Die Staatsehrenpreise gingen an die Rheingauer Weingüter Stefan Molitor (in der Kategorie bis 5 Hektar), Gerster-Wagner (5 bis 10 Hektar), beide aus Eltville-Hattenheim, Werner Nikolai (10 bis 18 Hektar) aus Eltville-Erbach, Joachim Flick aus Flörsheim-Wicker (18 bis 35 Hektar) und Gunter Künstler aus Hochheim in der Kategorie über 35 Hektar. Für die Hessische Bergstraße hat das Roßdörfer Weingut Lisa und Werner Edling den Staatsehrenpreis gewonnen. Das Weingut verfügt über eine Rebfläche von knapp fünf Hektar.

Dass die hessischen Winzer ihr Handwerk beherrschen und aus dem Jahrgang 2016 hervorragende Weine produzierten, habe die Prämierung erneut eindrucksvoll verdeutlicht. Das betonte die Ministerin, die ausführlich auch auf das "turbulente Jahr 2017" einging. Trotz des Frosts im Frühjahr, eines verregneten Sommers mit Fäulnisbildung, Hagelschäden, Kirschessigfliege und sehr früher Lese könne sich die Ernte sehen lassen. Wegen des "kritischen Rückgangs des Säurewertes" habe die Landesregierung entschieden, "ausnahmsweise" eine Nachsäuerung zuzulassen.

1527 WEINE, 486 MAL GOLD

1527 Weine wurden von 130 Weingütern zur Bewertung bei der Landeswein- und Sektprämierung eingereicht. Darunter waren 1306 aus dem Rheingau, 208 von der Hessischen Bergstraße sowie 77 Sekte. 486 Weine wurden mit der Goldenen Preismünze von einer Fachjury ausgezeichnet. Damit wolle die Landesregierung den Weinbau unterstützen un

d den Verbrauchern eine Orientierungshilfe geben, sagte Ministerin Priska Hinz in Roßdorf.Landessieger wurden die drei Weingüter Winzer von Erbach, Craß und Schloss Reinhartshausen aus Eltville-Erbach, außerdem der Hochheimer Betrieb Mitter-Velten aus Hochheim und der Klosterweinhof Abtei St. Hildegard in Rüdesheim-Eibingen. Mit seinem Riesling Sekt brut wurde das Weingut Peter Flick in Flörsheim-Wicker Landessieger.

Das neue Pflanzrecht habe sich in Hessen kaum ausgewirkt. Es seien lediglich 1,3 Hektar zusätzlich Fläche aufgestockt worden. Dafür wurden innerhalb der Anbauflächen 55 Hektar neu angelegt, erfreulicherweise auch in Steillagen.

Klimaveränderung macht sich bemerkbar

Dass wegen der besonderen Herausforderungen des Erntejahres 2017 die Erträge unter dem langjährigen Durchschnitt bleiben, bestätigten der Vorsitzende des Weinbauverbandes Bergstraße, Otto Guthier, und der Präsident des Rheingauer Weinbauverbands, Peter Seyffardt, in Begleitung der Rheingauer Weinkönigin Tatjana Schmidt in einer vorläufigen Bilanz.

Peter Seyffardt sprach von örtlich "massiven Einbrüchen". Der früheste Austrieb in der Geschichte, der Frost, die früheste Ernte, starker Regen, Druck auf die Rebe, Fäulnis, Essigfliege. "Ein kleiner Jahrgang mit nur rund 65 Hektoliter pro Hektar. Lokal sehr unterschiedliche Mengen. Wir müssen zufrieden sein", sagte er. Seyffardt betonte aber auch, dass die Winzer in den vergangenen 20 Jahren in Sachen umweltschonendem Weinbau "viel dazugelernt haben" und sehr nahe bei den zertifizierten Biowinzern seien.

"Die Klimaveränderung macht sich bemerkbar", begründete Otto Guthier den sehr frühen Lesebeginn. Er sprach von einem "optimalen Ergebnis" und guten Mostgewichten, aber auch vom Kampf mit dem Wintereinbruch im April, bei dem manche Winzer mit Feuern im Weinberg den Schaden so gering wie möglich zu halten versuchten. Auch beim Regen habe es "zu viel" gegeben. Gemessen an anderen Anbaugebieten wie Rheinhessen, wo es schwere Hagelschäden gab, sei die Bergstraße mit 65 bis 68 Hektoliter pro Hektar im Schnitt gut bedient.


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